BmB

Visualisierung erleichtert die Kommunikation, dem aufmerksamen Leser ist dieser Satz hier vielleicht schon mal begegnet. Nicht nur für die Vermittlung von Inhalten kann Visulisierung hilfreich sein, auch um Inhalte zu dokumentieren sind Bilder eine praktische Sache.  Grund genug, sich das Thema Sketchnoting mal genauer anzuschauen. Außerdem neigt sich die SHIFTSCHOOL-Zeit dem Ende zu und wir arbeiten gerade fleißig an der letzten Challenge…

Zum ersten Schultag haben wir in der SHITSCHOOL ein Notizbuch geschenkt bekommen und meins war ziemlich schnell voll. Mittlerweile sind schon auf dem zweiten nur noch einige wenige Seiten übrig. Natürlich liegt das einerseits daran, dass es unglaublich viele Infos und Gedanken gab, die ich in mir mitnehmen wollte. Außerdem habe ich in den letzten Monaten meine Leidenschaft für Sketchnotes entdeckt. Darum geht es dabei:

„Mithilfe einer stark abstrahierenden Zeichenmethode (auf die Idee kommt es an, nicht auf die Kunst!) werden Vortragsinhalte, Meeting-Ergebnisse, Rezeptzutaten und vieles mehr für die Zukunft gespeichert und jederzeit abrufbar gemacht. Die „visuellen Notizen“ stellen dabei eine Anreicherung des reinen Textprotokolls dar und können sowohl im Alltag als auch im Beruf von jedem (ja, auch ohne Zeichentalent!) genutzt werden. Sie bilden eine gemeinsame Sprache, die von jedem in jedem Alter mit ein bisschen Übung erlernt werden kann.“

Quelle: Frau Hölle

Leider habe ich damals den Spark in der SHIFTSCHOOL mit Susanne Kitlinski und Peter Schmitt zum Thema Sketchnotes verpasst. Und mich danach doppelt geärgert, als ich immer wieder „Das wäre genau Dein Ding gewesen!“ gehört habe. 

Punkt, Punkt, Komma, Strich…

Im Josephs (das in diesem Blog auch schon mal erwähnt wurde) fand am 26. Februar 2018 das „Franken Vizthink meetup“ statt, diesmal mit der Frage „Wie visualisiere ich Innovation?“ Referenten waren neben Herbert auch Peter und Susanne, die Welt ist klein:) Die Chance, um was von den Profis zu lernen und versäumtes nachzuholen.


Versucht haben wir da zunächst mal, eine Minute lang dem Stift die Führung zu überlassen.  „Es entspannt, wenn nix passieren muss.“ Da hat er recht, der Herbert. Bei der nächsten Übung ging es dann darum, paarweise auf einem Blatt zu malen und den Impuls des anderen aufzunehmen und Grenzen zu wahren. Naja. Oder auch bewusst zu überschreiten… Das Ganze linkt zum Thema Co-Creation, denn beim sketchen bilden sich „innere Bilder und suchen nach Form“. Die wichtigsten Grundformen zu People, Places, Communication und Process bekommen wir dann auch noch an die Hand und folgende Tipps:

  • Lieber ein bisschen mehr Zeit nehmen und die Formen ordentlich schließen. Dann sieht gleich alles besser aus.
  • Icons für Begriffe googeln und sich davon inspirieren lassen, falls man selbst spontan keine Idee hat, wie man z.B. „mindset“ visualisieren kann.
  • Gute Anregungen für den Bereich Kommunikation findet man in Comics.
  • Es ist hilfreich, mal darauf zu achten, welche Begriffe z.B. in Meetings besonders oft fallen und sich Bilder dafür zu überlegen. Dann hat man die bei Bedarf parat.

In den beiden folgenden Gruppenarbeiten können wir das Gelernte dann gleich anwenden. Und ich erfahre, wie easy man mit einem Stift und ein paar Post-its ein Event planen kann… Warum sind wir von der CLASS TWO da nicht drauf gekommen?!

Und was hat das mit Digitalisierung zu tun?

Bei Methoden wie Design Thinking gilt der Grundsatz „Show, don’t tell“ – Dinge mit Bildern auf den Punkt zu bringen, kann da sehr hilfreich sein. Mit kleinen Sketches lassen sich ansonsten auch komplizierte Sachverhalte übersichtlicher darstellen. Was nützlich ist, wenn man jemandem eine Idee erklären möchte. Und seien wir ehrlich, wer liest schon gerne Text, wenn man die Infos auch einfach anschauen kann?

Kreativität mit Papier und Stift anregen ist eine bekannte und bewährte Sache. Neben Sketchnotes kann man auch noch andere schöne Dinge damit zaubern. Die wunderbare Marija Mustapic hat mir mal erzählt, dass Steve Jobs durch einen Kalligrafie-Unterricht inspiriert wurde. Das ist ein besonders beeindruckendes Beispiel dafür, was es in uns auslösen kann, wenn wir uns mal anders mit Schrift auseinandersetzten. Das kann man übrigens auch schön über Handlettering tun. Ob Sketchnotes oder Handlettering, es lohnt sich, das mal auszuprobieren. Vielleicht entdeckt man dadurch einen neuen Zugang zur eigenen Schöpfungskraft.

Der kleine Ausflug ins Josephs hat mich ansonsten daran erinnert, wie viel Spaß mir Sketchnoten in unseren Sparks gemacht hat und dass ich mich besser konzentrieren kann, wenn ich mir Notizen mache oder sogar kleine Sketchnotes entstehen. Das Exposé für unsere „Digital Due Diligence“ habe ich übrigens auch so erstellt. Das hat mir später sehr geholfen, meine Gedanken mit Interviewpartnern zu besprechen und dabei nicht den Faden zu verlieren.

Was macht die SHIFTSCHOOL? Ist das jetzt vorbei?

Diese beiden Fragen höre ich im Moment ja sehr oft. Vielleicht, weil ich grad wenig Zeit für den Blog habe. Aber nein, nur ist unser Projekt gerade Top Secret.

Macht gar nicht neuguierig

Man kann verraten, dass wir gerade in kleinen Teams für einen realen Auftraggeber arbeiten und dessen Geschäftsmodell komplett auf den Prüfstand stellen, mit dem Anspruch, Out-of-the-Box Ansätze zu entwickeln. Ende März werden wir dann unser disruptives Konzept direkt vor der Führungsmannschaft des Auftraggebers präsentieren und verteidigen. Sehr aufregende Sache, ich freue mich schon jetzt über jeden gedrückten Daumen:)

Auch noch ein paar Gründe, warum hier mal etwas Pause war:


Zwischenzeitlich habe ich auch noch einen Haufen anderes Zeug gemacht und erlebt, z.B. war ich auf einem Meeting zum Theme „FeelGood Management“, dazu erzähle ich dann in Kürze mehr.

Mehr

  • In der FLOW-Ausgabe24 von März 17 gab es ein Übungsheft Sketchnoting als Beilage. Außerdem gibt es einen ganz guten Artikel zum Thema Scheitern… F*** und so. Zu bestellen hier.
  • Infos zu Sketchnotes gibt  es z.B. bei der wunderbaren Frau Hölle. Ihren Blog findet man hier.
  • Frau Hölle übrigens für STABILO und ein wunderbares Set zum Thema Handlettering gestaltet, das gibt es hier.
  • Den Bericht zum Vizthink meetup gibt es hier.
  • Susanne war übrigens auch bei dem legendären F*** – Festival der CLASS TWO dabei, die Nachschau gibt es hier.
  • Was Steve Jobs sonst noch so beeinflusst hat, kann man hier lesen.
  • Was mach‘ ich nur, wenn die SHIFTSCHOOL vorbei ist? Zum Beispiel am 2.-4. Mai 2018 nach Berlin auf die re:publica fahren, Infos dazu gibt es hier.
  • Mir sind die Sketchnotes der „Future Mobility Days“ aus dem vergangenen Jahr übrigens besonders hängen geblieben. Die gibt es wieder 2019, dann hoffentlich auch wieder mit Sketchnotes:) Infos dazu hier.
  • Alles wie gemalt? Schön wär’s! Ein bisschen was anderes, lesenswertes über Probleme der Digitalisierung gibt es auch noch, zu finden hier.
    Gefunden dank Jane aka ProjekTraum:)

BMB ist übrigens auch der Name einer Challenge an der SHIFTSCHOOL und steht da für „Build my Blog“ – mit ein Grund dafür, dass es digitalteration gibt. Was mach ich damit, wenn die SHIFTSCHOOL vorbei ist? Wir werden sehen….

2 Kommentare zu „BmB

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