Everything is Awesome

Einen ganzen Tag mit LEGO spielen? Ernsthaft? Na gut, wenn es sein muss… Das habe ich mir nicht gedacht, denn ich liebe LEGO. Damit konnte ich mich schon als Kind stundenlang beschäftigen. Wie man allerdings damit zielgerichtet mit Gruppen arbeiten soll, kann ich mir erst mal nicht so ganz vorstellen. Muss ich aber auch nicht, denn dafür haben wir Manuel Grassler bei uns, der uns das erst in der Theorie erklärt und uns dann vor allem ausprobieren lässt. 

Dafür bringt Manuel unglaubliche Mengen LEGO mit, richtig tolles Zeug. Zunächst bekommt aber jeder nur einen kleinen Beutel mit ein paar Steinchen. Und eine erste, etwas mysteriöse Aufgabe. Zu lösen, wie soll es in der SHIFTSCHOOL anders sein, unter Zeitdruck. Es ist natürlich nicht überraschend, dass die kleinen Kunstwerke ganz unterschiedlich sind, aber die Vielfalt ist schon beeindruckend.

Spannend ist auch, dass wir uns an Hand unseres Ergebnisses vorstellen sollen. Wer weiß, was wir gebaut hätten, wenn uns das vorher klar gewesen wäre… War es nämlich nicht. Einer meiner Mitschüler hat tatsächlich alles verbaut, was ihm zur Verfügung stand. Einer hat ein Männchen mit zwei Köpfen. Einer hat einen kleinen Transformer…  Ich bin ziemlich symmetrisch und habe alles im Blick – zumindest drehe ich mich im Kreis:)

Das macht natürlich ziemlich viel Spaß, aber dahinter steckt eine pfiffige Idee mit Lerneffekt – typisch LEGO eben.

LEGO Serious Play (LSP) ist ein moderierter Prozess, der die Vorzüge des Spiels und des Modellierens mit Legosteinen mit den Belangen der Geschäftswelt verbindet. LSP kann in Unternehmen, Teams und auch mit Einzelpersonen eingesetzt werden und soll neue Ideen fördern, die Kommunikation verbessern und Problemlösungen beschleunigen.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Lego_Serious_Play

Im Zentrum der Methode und jeder Übung steht das Modell – erdacht mit den eigenen Händen. Oberste Regel: Einfach bauen. Außerdem verschwinden alle Handys und Laptops, damit alle immer zusammen arbeiten. Sehr analog. Sehr angenehm.


Wir schneiden verschiedene Themen an und alle waren bereichernd. Mich hat aber am meisten die Aufgabe beeindruckt, bei der wir uns selbst in fünf Jahren bauen sollen. Zur Einstimmung sehen wir vorher dieses Video, absolut empfehlenswert:

Mein Ergebnis ist im Beitragsbild zu bewundern und wer sich dafür interessiert, was das darstellen soll, dem erkläre ich das gerne kurz auf Anfrage. Damit ich das selber nicht vergesse und im Jahr 2022 überprüfen kann, wie nah ich diesem Zielbild gekommen bin, kann ich mir das alles immer und immer wieder auf Video ansehen.

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Schule kann so schön sein…

Außerdem haben wir so etwas wie die 12 Gebote für Digitalisierung gebaut. Darauf komme ich sicherlich an anderer Stelle zurück, derzeit wird daran noch gearbeitet.

Was bei der Übung für mich besonders war, war diese Erfahrung: Natürlich standen wir auch hier wieder unter Zeitdruck und ich hätte gerne mit LEGO-Technik-Bauteilen etwas zum Thema Prozesse gebaut, fand aber die nötigen Verbindungselemente auf die Schnelle nicht. Der Timer war fast abgelaufen und ich hatte kein Ergebnis und natürlich auch keinen Plan B. Noch bevor ich mir überlegt habe, was das eigentlich werden soll, habe ich einfach gebaut – und war im Nachhinein heilfroh, dass aus meiner lahmen Prozess-Idee nichts geworden ist. Denn meine „Notlösung“ war  viel, viel besser.

Für alle, die mit der Methode vertraut sind, kommt das nicht überraschend. Denn sie…

„… beruht (…) auf dem Konzept des „Hand-Wissens“. Das bedeutet, dass unsere Hände oft mehr wissen, als wir glauben. Die Handmotorik ist mit 80% der Gehirnzellen verbunden und aktiviert diese Areale. Darum entstehen neue Erkenntnisse immer nur im Tun.“

http://visionenbauen.at

Wir haben nicht nur viel Spaß, sondern lernen uns auch noch bessern kennen und produzieren dabei gemeinsam tolle Ideen. Ich bin total beeindruckt. Man merkt, dass Manuel die Methode absolut beherrscht, denn für uns wirkt der Tag tatsächlich nicht wie Arbeit. Am Ende haben wir diverse Themen bearbeitet und gemeinsam visualisiert. Trotzdem sind wir nicht müde, sondern voller Energie.

Manuel hatte übrigens auch noch die allerschönsten PowerPoint-Folien, die ich je gesehen habe. Sehr inspirierend – auch dafür herzlichen Dank!

Wer jetzt noch mehr über die Methode wissen will, findet hier Infos.

Und hier noch was ganz anderes. Schon alt, aber so ein schöner Einsatz von LEGO:

Und für alle aus Nürnberg und Umgebung hier noch ein Veranstaltungshinweis:
Am Donnerstag findet in den DesignOffices zum zweiten Mal „12min.me“ statt.
Diesmal u.a. mit der wunderbaren Tina // Gründerin der SHIFTSCHOOL und Dominic Stühler // Presentation Punk. Letzteren habe ich letzten Samstag mit schwarzen Flügeln durch den fünften Stock ziehen sehen und bin gespannt, ob er die auch wieder mitbringt. Hier  gibt’s Infos dazu.

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