Hauptsache: Goldener Schnitt

Sagt ein Video mehr als 1000 Bilder? Jein! 

Die letzte Woche war schön voll gepackt: Diverse Hausaufgaben waren für den Workshop zum Thema „Content Factory“ zu erledigen, als Vorbereitung für je einen halben Tag Arbeit mit der Foto- bzw. Videokamera.

Großes Thema bei fast allen CLASS TWO-Mitschülern war ein selbstgedrehtes Video für  Julian & Domink  zum Thema: „Was ich mir von einem Tag Video-Crashkurs erwarte“.
Zu meiner Komfortzone sage ich schon gar nichts mehr:) Fast schon Pillepalle  war dagegen die Aufgabe, Bilder an Tanja Elm zu schicken. Ein paar davon könnt ihr in meinem Instagram Feed entdecken.

Fotos beschäftigen mich beruflich  bislang hauptsächlich im Zusammenhang mit Fotoprotokollen von Trainings und Workshops. Privat mache ich „nur“ Schnappschüsse im Urlaub und freue mich, wenn da zufällig was brauchbares dabei rauskommt. Zu Videos habe ich kaum Berührungspunkte. Da habe ich mich natürlich gefragt, was ich als Personalentwicklerin in Zukunft mit Fotos oder Videos anstellen könnte.

Gerade im Zusammenhang mit Wissenstransfer stelle ich mir Videos praktisch vor. Auch bei kleinen E-Learning Nuggets könnten sie sinnvoll sein. Wenn man sie richtig macht. Aber: wie sieht richtig denn jetzt aus?

An meinem Video lässt sich durch aus etwas verbessern.  Ich bin überrascht! #Nicht
Julian & Dominik sind Vollprofis und schenken uns die Essenz ihrer gesammelten Erfahrungen – insbesondere in Bezug auf Interviews. Das probieren wir dann auch gleich gemeinsam aus, das Ergebnis ist beeindruckend:

Hier nochmal die wichtigsten Tipps und Tricks in der Zusammenfassung:

  • Format: eine RIESENTHEMA – Querformat wirkt professioneller, 16:9 entspricht dem normalen Sehfeld, Hochkant wirkt persönlicher
  • Wackeln: ist immer schlecht, besser ein Stativ verwenden
  • Perspektive: auf Augenhöhe gefilmt ist neutral, von unten gefilmt wirkt überheblich, von oben hat „Selfie-Charakter“
  • Hintergrund: …macht Bild gesund, wenn man ihn bewusst gestaltet: weiß ist neutral, Gegenstände mit Bezug zur Person erzählen eine Geschichte
  • Ton: Sprache muss verständlich sein; Störgeräusche werden eher akzeptiert, wenn man ihre Quelle erkennt; (gute) Musik sorgt für Stimmung
    (Achtung: GEMA und Lizenzgebühren besser vorher klären)
  • Schärfe: kann man später nicht mehr reparieren, auf passende Auflösung achten
  • Helligkeit: je mehr Schatten, um so „künstlerischer“; je weniger, umso sachlicher; Gegenlicht funktioniert fast nie
  • Orientierung im Bild: „Goldenen Schnitt“ berücksichtigen

Den „Goldenen Schnitt“ werden wir im Laufe des Tages noch öfters besprechen, das kürze ich hier mal ab. Ausgestattet mit „9 Faustregeln für ein gutes Interview“ wagen wir dann paarweise den Selbstversuch – allerdings lässt der noch zu wünschen übrig.
Wie auch sonst im Leben gilt:

50836
Quelle: http://poster.keepcalmandposters.com/50836.png

Denn: Wer ordentlich sparen möchte, indem er alles selber macht, zahlt am Ende vielleicht drauf. Für Videos im Rahmen von Wissenstransfer ist ansonsten noch zu beachten:

  • Dauer: Inhalte „eindampfen“ auf 1-3min
  • Vom Hölzchen aufs Stöckchen: erst der Überblick, dann Fokus& Licht auf Details
  • Qualität: darf bei kurzen Einheiten auch schlechter sein, der Ton muss aber stimmen

Wer sich jetzt fragt, ober dieser Text nie aufhört: DAS war erst der HALBE Tag!!!

Mit Tanja betrachten wir nach der Mittagspause erst mal unsere eingereichten Werke und analysieren sie (Licht, „Goldener Schnitt“ (da ist er wieder, …). Bevor wir uns dann auch wieder in die Praxis begeben, gibt es noch wertvolle Tipps zur Brennweite (bewusst einsetzen), zur Blende (je offener, desto weniger Schärfentiefe),…

Dabei merke ich, dass ich erst mal einen Grundkurs Fotografie besuchen sollte. Auch Bildbearbeitung auf Profiniveau wäre noch ein offener Punkt auf meiner Liste. Oje.

foto-22-10-16-17-21-40

Aber zum Glück gibt es ja Tanja: zwei Klicks und der Transformer ist transformiert.

Mal abgesehen von der Lernerfahrung hat der Tag sehr viel Spaß gebracht- und mir mal wieder einen ganz neuen Blick auf meine Umgebung eröffnet. Durch die vielen kreativen Bilder meiner Mitschüler habe ich Details um mich herum erst bewusst wahrgenommen, z.B. die Lampen im Flur, durch den ich ja schon einige Male gelaufen bin.

Wer jetzt noch mehr Fotos sehen will, hier gibt es noch bis 15.01.2017 richtig gute:  http://www.mit-anderen-augen.info/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s